Die Entwicklung des Ortes Bordesolm ist eng mit dem Augustiner Chorherrenstift verbunden, das um 1330 von Neumünster nach Bordesholm übersiedelte. Das Kloster war um 1125 von Vicelin gegründet worden. Es sollte hier den Namen "novum monasterium" (Neumünster) beibehalten, wurde aber sehr schnell endgültig auf Bordesholm (= am Ufer der Insel) umbenannt.
Die Mönche machten eine Insel im Bordesholmer See durch drei Dämme landfest und bauten darauf Kirche und Klostergebäude. Sie fanden hier die Ruhe und Abgeschiedenheit, die sie gesucht hatten. Das Kloster bestand bis 1566. Dann wurde es infolge der Reformation eingezogen und es entstand aus den Besitzungen zwischen Kiel und Neumünster das Amt Bordesholm. In preußischer Zeit wurde daraus bis 1932 der Kreis Bordesholm.
Die reichen Einkünfte des Klosters wurden von 1566 bis 1665 für die Unterhaltung eines Fürstlichen Gymnasiums in Bordesholm verwendet. Diese Schule bildete den Grundstock der Kieler Universität. Sie wurde 1665 von Herzog Christian Albrecht mit Hilfe des Klostervermögens gegründet. Auch die Proffessoren und Teile der Bibliothek wurden nach Kiel übernommen.
Das letzte noch aus der Bordesholmer Klosterzeit erhaltene Bauwerk ist die Klosterkirche. Sie wurde in drei Bauabschnitten zwischen 1332 und 1509 errichtet.